Beste Buchmacher Schweiz 2026: Lizenz, Marge und Kosten im Vergleich

Updated Oktober 2026
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Mehrere Skier und Stöcke lehnen ordentlich in einer Reihe an der Holzwand einer Berghütte, vor dem Fenster liegt Schnee.

Stand: Oktober 19, 2026 · geprüft gegen die Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Sporttip und die Aufsichtstätigkeit der Gespa.

Swisslos (SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft) hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von.

In der Schweiz dürfen nur zwei Stellen Sportwetten veranstalten: Swisslos mit Sporttip in der Deutschschweiz, in Ticino und Liechtenstein sowie die Loterie Romande mit Jouez Sport in der Westschweiz. Wer bei einem ausländischen Buchmacher ohne Schweizer Bewilligung spielt, hat hierzulande keinen Schutz und keinen Rechtsweg, und der Anbieter kann auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden. Der Schweizer Wettmarkt unterliegt strengen Regeln, bei denen die Marge und die Transparenz der Kostenkalkulation wesentliche Faktoren für Wettende sind.

Die Rechtslage in der Schweiz

Online-Sportwetten sind im Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019) als Grossspiel eingeordnet und stehen unter der Aufsicht der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern. Eine Bewilligung braucht es auf zwei Ebenen: eine Veranstalterbewilligung für die durchführende Genossenschaft und eine Spielbewilligung für das einzelne Produkt. Die Kantone haben in der interkantonalen Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019, der IKV 2020, die Zahl der Veranstalterinnen auf zwei begrenzt.

Ein Bergdorf mit Holzhäusern im Tal an einem klaren Morgen, über den Dächern liegen Nebelschwaden und Gipfel ragen in die Höhe.
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone und zählt 2'350 Verkaufsstellen in der Westschweiz.

Die Swisslos Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel führt unter dieser Vereinbarung Sportwetten unter dem Namen Sporttip durch. Ihr Vertragsgebiet umfasst die Deutschschweizer Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, den Kanton Tessin sowie das Fürstentum Liechtenstein. Die Loterie Romande betreibt das Produkt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura und meldet 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz.

Wer online mitmachen will, muss volljährig sein, im Vertragsgebiet wohnen und darf nicht in der Spielsperre stehen. Eine Person darf sich nur einmal registrieren, und die Identität wird gegen Adressregister geprüft. Eine ausländische Lizenz aus Malta, Curaçao oder anderswo hat in der Schweiz keine Wirkung. Wer ohne Schweizer Bewilligung organisiert, macht sich nach Art. 130 BGS strafbar, gewerbsmässig mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe; die Werbung für nicht bewilligtes Glücksspiel ist nach Art. 74 Abs. 3 BGS verboten und kann nach Art. 131 BGS mit einer Busse bis zu CHF 500’000 geahndet werden. Wer spielt, wird nicht bestraft, aber Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es besteht kein Zugang zum Schweizer Ausschlussregister.

Was die Gespa sperrt, und was nicht

Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren. Ende 2025 standen 671 Domains darauf, betroffen waren unter anderem Interwetten, Bet-at-Home und bet365. Domains, die gesperrt werden, tauchen oft unter neuem Namen wieder auf, das sogenannte Domain-Hopping, und werden innert Stunden ersetzt. Eine Sperrliste ist keine Garantie, dass ein Anbieter nicht mehr erreichbar ist, sie macht aber deutlich, dass hier kein Schweizer Schutz greift. Was es in der Schweiz nicht gibt, ist ein zentrales Blockieren von Zahlungen: Weder Banken noch Kartenherausgeber sperren Zahlungen an nicht bewilligte Buchmacher pauschal.

Ein alter Holztresen mit einem Notizbuch und einem Taschenrechner in warmem Lampenlicht, Regale im Hintergrund.
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020).

Spielerschutz und Verlustlimiten

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage festlegen. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage setzen. Das ist nicht staatlich verordnet, sondern von Swisslos in den Teilnahmebedingungen so umgesetzt, das Gesetz verlangt nur, dass überhaupt Limiten gesetzt werden müssen.

Wer sich selbst sperren will, kann das produktbezogen für 1 bis 180 Tage tun, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos, für Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine selbstgewählte Pause muss nach dem Gesetz bis zu sechs Monate möglich sein. Wer gesperrt ist oder das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, hat nach Art. 45 BGS keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn.

Ein schmaler Pfad führt durch einen Nadelwald zu einer Lichtung, Morgenlicht fällt durch die Stämme.
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen (Oberlimite CHF 9'999, unter 21 Jahren CHF 1'000).

Die Gespa hat 2025 an Verkaufsstellen getestet, ob Minderjährige eine Sportwette kaufen können: in 47,5 % von 200 Versuchen war das möglich. Das ist kein Grund, den Onlineweg als gleich schwach darzustellen, es zeigt aber, dass der Schutz an der Verkaufsstelle löchrig ist. Wer mit Sporttip oder Jouez Sport spielt, geht den Weg mit Ausweis und Limit; an der Annahmestelle steht dieser Ausweis nicht zwingend.

Boni und Gratiswetten: was Schweizer Anbieter bieten

Die bewilligten Anbieter führen vergleichsweise wenige und kleine Aktionen, weil Gratisspiele und Gratisguthaben nach Art. 75 Abs. 2 BGS der vorgängigen Zustimmung der Gespa bedürfen. 2025 hat die Aufsicht 24 solcher Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt. Die Werbung für nicht bewilligte Boni oder Promo-Codes ausländischer Marken darf in der Schweiz nicht verbreitet werden, und diese Seite nennt bewusst keinen.

Eine verschlossene Holzkiste mit Vorhängeschloss steht auf einem Tisch im Licht eines Fensterbretts, daneben ein Zweig.
Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online und verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier und 20 % bei sieben.

Bei Sporttip gibt es zwei Mechanismen, die einem Bonus am nächsten kommen. Der Kombiboost erhöht den Nettogewinn einer online gespielten Kombinationswette und gilt für Prematch, Live und Systemwetten: Er verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50, der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier Voraussagen, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn, und sowohl Einsatz als auch Gewinnerhöhung sind limitiert. Profitboosts funktionieren ähnlich, aber für ein einzelnes definiertes Sportereignis, und Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Beide Boosts sind pro Person nur einmal nutzbar und verfallen bei einer vorzeitigen Auszahlung.

Das ist ein anderes Bild als bei internationalen Buchmachern, die mit «100 % Bonus», «risikofreier Wette» und «Free Bet» werben. Was diese Worte dort jeweils heissen, ist Sache der ausländischen Allgemeinen Geschäftsbedingungen, nicht des Schweizer Rechts. Wer hierzulande auf ein Angebot ohne Schweizer Bewilligung setzt, hat auf diese Bedingungen keinen hiesigen Zugriff, und der Bonus fällt zusammen mit der Sperrliste, sobald die Domain blockiert wird.

Was eine Gratiswette wirklich wert ist

Der Werbebegriff «Gratiswette» verspricht ein Geschenk. In der Mechanik ist es ein Einsatz, der bei einem Gewinn nicht zurückfliesst. Eine Gratiswette über CHF 50 auf eine Quote von 3.00 wirkt für 50, ihr Erwartungswert liegt bei etwa 50 × (3.00 − 1) ÷ 3.00 × Auszahlungsquote des Marktes. Ist der Markt ausgeglichen und liegt die Auszahlungsquote bei rund 95 %, ergibt das einen Erwartungswert von ungefähr CHF 31, also rund 62 % des Nennwerts. Der Rest ist die Marge, die im Preis steckt. Wer eine «Free Bet» annimmt, akzeptiert diesen Abschlag, weil die Werbung ihn verschleiert. Das gilt grundsätzlich, gleichgültig welcher Anbieter dahintersteht.

Ein Portemonnaie aus Leder liegt geöffnet auf einem Tisch neben einem Schlüssel und einem umgedrehten Smartphone.
Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Zahlungen und Auszahlungswege

Spielguthaben auf dem Swisslos-Wallet kann online oder per Einzahlungsschein gekauft werden, der Mindestbetrag liegt bei CHF 20. In 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf geht nur, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Swisslos bietet PostFinance Pay als Auflademöglichkeit an; die Transaktion wird direkt in der PostFinance-App bestätigt. Andere Wege, etwa Kreditkarten oder E-Wallets, sind Sache des Anbieters und in den Teilnahmebedingungen geregelt; hier nicht erfunden.

Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut. Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto überwiesen. Auszahlungen aus dem Wallet sind pro Person zweimal innert 365 Tagen gratis, ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % anfallen; die Überweisung dauert 5 bis 10 Arbeitstage. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.

Ein Notizbuch mit handgezeichneten Kurven und Strichlisten liegt neben einem Bleistift auf einem Schreibtisch, am Fenster Regentropfen.
Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer (etwa Fussball 90 Minuten) plus Nachspielzeit.

Eine Grundregel des BGS: Gewinne und Saldi werden nur auf ein Konto im eigenen Namen ausgezahlt, anonym oder in Kryptowährungen gibt es bei bewilligten Anbietern nicht. Auch Kredite an Spielende sind verboten, es gibt also keine Möglichkeit, sich von einem Buchmacher Geld zu leihen, um zu spielen.

Wie schnell Gewinne ankommen

Die schnellste Auszahlung bei Sporttip ist die Gutschrift auf das Wallet, die automatisch erfolgt und nur den Gewinn über CHF 1’000 ausnimmt. Liegt der Gewinn darüber, geht die Überweisung auf das Bank- oder Postkonto innert 3 Arbeitstagen, sofern die Zahlungsverbindung bereits hinterlegt ist. Wer das Wallet zuerst leert und dann auf das Konto auszahlt, wartet 5 bis 10 Arbeitstage, sobald die zweite Gratis-Auszahlung im Jahr verbraucht ist, fällt eine Kommission von 3 % an. Das ist im Vergleich zu internationalen Buchmachern, die teils innerhalb von Stunden auszahlen, langsamer, dafür ist der Weg über eine Schweizer Bankkontoverbindung reguliert und im Streitfall nachvollziehbar.

Prognosen, Strategie und die Idee der Value-Wette

Eine Value-Wette liegt vor, wenn die eigene Einschätzung der Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses höher ist als das, was die Quote implizit sagt. Eine Quote von 2.50 entspricht einer impliziten Wahrscheinlichkeit von 40 %. Wer das Ereignis für 50 % wahrscheinlich hält, sieht einen Wert. Solche Wetten sind statistische Erwartungen, keine Tipps. Über viele Wetten gerechnet, ergibt sich ein Mittelwert, aber keine einzelne Wette ist dadurch sicher. Genau das ist der Grund, weshalb die Disziplin im Vordergrund steht: nicht «diesmal», sondern eine Linie, die über Monate trägt.

Wer Wetten als Einkommen versteht, baut sich ein Problem. Die Marge frisst jeden Einsatz, und das Schweizer Limit von maximal CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette setzt dem Volumen eine harte Grenze. Wer mehr setzen will, müsste entweder zu einem ausländischen Anbieter ohne Bewilligung wechseln oder mehrere Konten eröffnen, was gegen die Spielregeln verstösst und die Spielsperre unterläuft.

Was eine Prognose nicht leistet

Quoten bilden die kollektive Einschätzung des Marktes ab, korrigiert um die Marge des Anbieters. Das ist keine Prognose im Sinn einer Vorhersage, sondern ein Preis. Eine hohe Quote heisst nicht, dass etwas wahrscheinlich passiert, sondern dass der Anbieter dafür mehr zahlt. Wer das verwechselt, zahlt auf Dauer die Marge. Tipps, die so klingen, als wären sie sicher, sind genau das nicht: weder ein System noch ein Experte kann das Ergebnis eines Spiels kennen, und wer auf einer «sicheren» Prognose setzt, verliert reales Geld.

Wettmärkte und Quoten

Das Wettprogramm von Sporttip folgt einer geschlossenen Liste, die von der Gespa nach Art. 25 BGS und Art. 29 VGS geführt wird. In der Version vom 10. September 2026 sind nur bestimmte Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen zugelassen. Qualifikationsrunden, Frauenwettbewerbe und Ranglistenwetten sind nur erlaubt, wenn sie ausdrücklich aufgeführt sind, und Ecken- oder Kartenmärkte fehlen. E-Sports taucht in dieser Liste nicht auf, und Wetten auf Wetter, Politik oder TV-Shows sind ausgeschlossen. Was auf der Liste steht, darf gespielt werden, was nicht, fällt durch.

Ein Basketballkorb in einer Freiluftanlage zwischen Wohnhäusern, das Abendlicht färbt die Fassaden orange.
Bei Sporttip-Livewetten zählen Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, mit Quote 1.00.

Die Standardform ist die Dreiweg-Wette auf 1, X oder 2, also Heimsieg, Unentschieden oder Auswärtssieg. Hinzu kommen Handicap, Über/Unter, Ergebniswetten und Kombinations-Wetten, die mehrere Voraussagen zu einer Gesamtquote multiplizieren. Bei Systemwetten werden aus mehreren Voraussagen alle möglichen Kombinationen gebildet. Innerhalb derselben Sportveranstaltung dürfen voneinander abhängige Ereignisse nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert werden; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann die ganze Kombiwette für ungültig erklärt und der Einsatz zurückerstattet werden.

Wie die Marge in jede Quote eingerechnet ist

Die Quote eines Marktes ist nicht die faire Wahrscheinlichkeit, sondern ein korrigierter Preis. Bei einem ausgeglichenen Markt mit zwei Ausgängen zu 1.90 / 1.90 ergibt die Auszahlungsquote 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90), das sind etwa 95 %, die Marge ist 100 % minus 95 %, also rund 5 %. Bei einem Dreiweg-Markt, etwa 2.10 / 3.40 / 3.50, liegt die Auszahlungsquote tiefer, die Marge entsprechend höher. Diese Marge ist der Preis, den jede Wette zahlt, unabhängig vom Ergebnis. Wer viele kleine Wetten platziert, spürt sie kaum; wer einzelne hohe Quoten jagt, spürt sie deutlich.

Diese Rechnung lässt sich auch auf andere Quotenstufen übertragen: bei zwei Ausgängen mit 1.50 / 1.50 liegt die Auszahlungsquote bei etwa 94,1 %, die Marge bei rund 5,9 %; bei 1.20 / 1.20 fällt sie auf etwa 91,7 %, die Marge auf etwa 8,3 %. Heisst: Je sicherer ein Markt wirkt, desto höher ist tendenziell der Anteil, den der Anbieter einbehält. Das gilt als Band, nicht als Punkt, weil die Marge von Anbieter zu Anbieter und von Markt zu Markt schwankt und ein einzelner Wert sie nicht abbildet.

Cash-Out bei Sporttip

Bei Sporttip gibt es Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out, Teilauszahlungen sind nicht möglich. Der angebotene Betrag liegt unter dem möglichen Wettgewinn, wenn man die Wette laufen liesse, hängt vom Spielstand ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; eine Garantie, dass Cash-Out für jeden Markt verfügbar ist, gibt es nicht. Wird Cash-Out genutzt, lässt es sich nicht mehr rückgängig machen. Für Boosts heisst das: Bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Sportarten und Spielpläne

Fussball, Eishockey und Handball dominieren das Schweizer Wettprogramm, daneben Tennis, Basketball und Wintersport. Über die Gespa-Liste sind die Wettbewerbe eingegrenzt, die Swisslos anbieten darf. Bei Fussball deckt das Programm die Schweizer Super League, die deutschen Bundesliga-Spiele und die grossen europäischen Ligen ab, dazu Champions League und Europa League; bei Eishockey die National League und die NHL, bei Handball die Schweizer Liga und die europäischen Top-Ligen. Wettkämpfe, die überwiegend Minderjährige betreffen, sind nach Art. 25 Abs. 2 BGS ausgeschlossen.

Eine Skisprungschanze auf einem Hügel unter blauem Himmel, am Hang dichter Wald und kein Mensch in Sicht.
Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, ist die Wette ungültig.

Die reguläre Spielzeit bei Sporttip umfasst die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit, beim Fussball also 90 Minuten plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn, bei Turnieren im Rahmen des Turniers, nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00.

Livewetten und ihre Eigenheiten

Livewetten laufen ohne Bild, das Ereignis muss nicht live übertragen werden, damit die Wette gilt. Problematisch wird es, wenn eine Wette nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert wird: Solche Wetten zählen mit Quote 1.00, der Einsatz wird zurückgezahlt, ein Gewinn fällt nicht an. In spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten. Wer live spielt, spielt gegen die Zeit und gegen die Mechanik des Anbieters.

Neue Buchmacher und die Schweizer Bewilligung

Ein neues Logo heisst nicht automatisch ein neues Angebot. In der Schweiz ist die Liste der Veranstalterinnen seit Jahren gleich: Swisslos und Loterie Romande. Was sichändert, sind die Produkte, die Spielregeln und die Apps, nicht die Bewilligungslandschaft. Wer einen neuen Buchmacher sieht, der mit Schweizer Kunden wirbt, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Solche Marken kommen und gehen, Domains werden blockiert und tauchen unter neuem Namen wieder auf, die Gespa führt die Liste laufend nach.

Wer ein junges Angebot prüft, prüft zuerst die Bewilligung, dann die Auszahlungsbedingungen, dann die Limits. Fehlt die Schweizer Bewilligung, fehlt auch der Zugang zur Spielsperre und der Schutz im Streitfall. Das ist keine Empfehlung gegen neue Marken, sondern die Reihenfolge, in der ein Schweizer Blick sie prüft.

Wie ein Buchmacher arbeitet

Ein Buchmacher ist ein Geschäftsmodell mit eingebauter Marge. Er schätzt die Wahrscheinlichkeit von Ereignissen, korrigiert sie um seine Marge und veröffentlicht die daraus abgeleitete Quote. Wetten, die seinem Buch entsprechen, nimmt er an; Wetten, die ihm schaden würden, schränkt er im Limit ein. Die Marge ist nicht versteckt, sie steckt in jeder einzelnen Quote. Wer das versteht, sieht einen Buchmacher nicht als Tippgeber, sondern als Gegenpartei mit eigenem Risiko.

Die Rechnung ist einfach: Wettgewinn gleich Einsatz mal Quote. Bei einer Kombinationswette multiplizieren sich die Einzelquoten zu einer Gesamtquote. Bei Sporttip wird der Gewinnbetrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet, eine Eigenheit, die bei sehr hohen Quoten kleine Cent-Beträge kosten kann. Wer diese Mechanik nicht kennt, wettet mit einem schieferen Blatt, als er glaubt.

Wettarten im Überblick

Einzelwetten setzen auf eine Voraussage, Kombinationswetten auf mehrere, Systemwetten bilden aus mehreren Voraussagen alle möglichen Kombinationen ab. Innerhalb desselben Spiels dürfen nur unabhängige Voraussagen kombiniert werden; abhängige Voraussagen gehen über den Bet-Builder. Livewetten werden während des Spiels platziert und folgen eigenen Regeln zur Gültigkeit. Langzeitwetten laufen über ein ganzes Turnier und werden erst am Ende ausgewertet. Wer Sporttip nutzt, kann online über die Webseite oder die App spielen und in der App zusammengestellte Wetten per QR-Code an einer Verkaufsstelle abgeben.

Die zehn Anbieter im Vergleich

Die nachfolgende Übersicht unterscheidet die zwei bewilligten Anbieter von den acht ausländischen Marken ohne Schweizer Bewilligung. Bewilligung heisst hier: Schweizer Sportwettenbewilligung für ein Grossspiel nach BGS, also Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung unter Aufsicht der Gespa. Ohne Schweizer Bewilligung bedeutet: kein Zugang zum hiesigen Sperrregister, keine Schweizer Aufsicht, Domains können auf der Gespa-Sperrliste landen.

Anbieter Bewilligung in der Schweiz Veranstalter / ausgewiesene Lizenz
Swisslos Sporttip Bewilligung als Grossspiel unter BGS SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel
Loterie Romande Jouez Sport Bewilligung als Grossspiel unter BGS Loterie Romande, Lausanne
MrXbet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert, keine Wirkung in der Schweiz
22Bet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert, keine Wirkung in der Schweiz
Betclic ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert, keine Wirkung in der Schweiz
20Bet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert, keine Wirkung in der Schweiz
Boomerang Bet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert, keine Wirkung in der Schweiz
1xBet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert, keine Wirkung in der Schweiz
Donbet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert, keine Wirkung in der Schweiz
N1 Bet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht etabliert, keine Wirkung in der Schweiz

Swisslos Sporttip

Swisslos führt Sporttip als einziges Sportwettenprodukt der Deutschschweiz, Tessin und Liechtenstein. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000, bei Systemwetten bei CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Verlustlimiten sind vor der ersten Wette verpflichtend zu setzen, eine Erhöhung greift erst nach 72 Stunden. Die Auszahlung läuft über das Wallet bis CHF 1’000, darüber per Bank- oder Postkonto innert 3 Arbeitstagen; ab der dritten Auszahlung pro Jahr fällt eine Kommission von 3 % an. Der Kombiboost ist die einzige regelmässige Aktion. Wer hier spielt, spielt auf einer geschlossenen Liste von Sportarten und Märkten und hat Zugang zur Spielsperre.

Urteil. Wer in der Deutschschweiz oder im Tessin wettet, kommt an Swisslos nicht vorbei, weil es der einzige bewilligte Anbieter im Vertragsgebiet ist. Der Nachteil ist die kleine Aktionspalette und das enge Wettprogramm, das E-Sports, Eckenmärkte und exotische Wetttypen ausschliesst. Vorteilhaft sind die Limits, die den Einsatz zwingen, geplant zu setzen, und der Schweizer Rechtsrahmen, der im Streitfall greift.

Loterie Romande Jouez Sport

Die Loterie Romande führt Jouez Sport für die Westschweizer Kantone und ist die einzige bewilligte Veranstalterin in diesem Gebiet. Sie ist in Lausanne ansässig, betreibt 2’350 Verkaufsstellen und beschäftigt 221 Mitarbeitende. Ihr Produkt folgt derselben Gespa-Liste wie Sporttip, ihre Spielregeln sind analog, und die Verlustlimiten sind nach eigenen Bedingungen umgesetzt. Im Vergleich zu internationalen Marken ist das Wettprogramm enger, dafür ist die Auszahlung über das Schweizer Bank- oder Postkonto gesichert und die Verkaufsstelle als Kanal vorhanden.

Urteil. Wer in Genf, Waadt, Freiburg, Neuenburg, Jura oder Wallis wohnt, hat mit Jouez Sport die einzige bewilligte Option. Das Angebot ist eng, aber im Rahmen des Gesetzes vollständig, und der Weg an die Verkaufsstelle hilft Wettenden, die nicht online spielen wollen. Wer ein breiteres Programm sucht, etwa mehr Ligen oder asiatische Handicap-Linien, findet das nur bei Marken ohne Schweizer Bewilligung.

MrXbet

MrXbet tritt mit einer internationalen Ausrichtung auf, die nach aussen nicht erkennen lässt, ob eine Lizenz für den Schweizer Markt besteht. Die Gespa-Logik in der Schweiz ist eindeutig: Eine Lizenz aus einem anderen Land hat hier keine Wirkung nach Art. 4 BGS. Domains von MrXbet können auf der Sperrliste landen und per DNS für Schweizer Anschlüsse unerreichbar gemacht werden. Wer hier spielt, hat keinen Zugang zum Schweizer Ausschlussregister und im Streitfall keinen Schweizer Rechtsweg.

Urteil. Der Anbieter mag ein breiteres Wettprogramm und andere Limits bieten als Sporttip oder Jouez Sport, aber ohne Schweizer Bewilligung ist das für jemanden, der hier wohnt, das falsche Risiko. Wer dennoch spielt, sollte sich bewusst sein, dass die Sperrliste jederzeit aktiviert werden kann und das Konto eingefroren werden kann, wenn der Anbieter in ein Verfahren verwickelt wird.

22Bet

22Bet gehört zu den bekannteren internationalen Marken und wirbt mit einem grossen Wettprogramm. In der Schweiz ändert das nichts: Die Bewilligung fehlt, der Anbieter hat keinen Zugang zum Schweizer Ausschlussregister, und im Konfliktfall gilt das Recht des Lizenzlandes, nicht das Schweizer Recht. Die Gespa führt Domains dieses Anbieters in der Sperrliste, sobald sie in der Schweiz aktiv wirbt.

Urteil. Aus Schweizer Sicht bleibt 22Bet ein Anbieter ohne Bewilligung. Wer dort spielt, nimmt den Wegfall des hiesigen Schutzes in Kauf und riskiert, dass die Auszahlung über ein ausländisches Konto läuft, das im Konfliktfall schwerer zu erreichen ist.

Betclic

Betclic ist in Westeuropa als Sportwettenanbieter bekannt und in mehreren Ländern lizenziert. In der Schweiz hat diese Lizenz keine Wirkung. Wer mit Schweizer Wohnsitz spielt, hat keine Schweizer Aufsicht, keine Anbindung an die Spielsperre und das Risiko, dass die Domain blockiert wird, sobald der Anbieter auf der Sperrliste erscheint.

Urteil. Eine ausländische Marke mit Bekanntheit ist nicht automatisch eine sichere Marke für Schweizer Spieler. Wer ein breiteres Wettprogramm als bei Sporttip sucht, sollte die fehlende Bewilligung gegen das Mehr an Märkten abwägen und sich bewusst sein, dass jede Auszahlung über eine ausländische Bankverbindung läuft.

20Bet

20Bet positioniert sich als Anbieter mit breitem Sportbuch und schneller Auszahlung. In der Schweiz fehlt die Bewilligung, und damit fehlt der Zugang zur Spielsperre und zum hiesigen Rechtsschutz. Die Gespa kann Domains dieses Anbieters blockieren lassen, sobald sie in der Schweiz aktiv wirbt.

Urteil. Die Schnelligkeit der Auszahlung hilft wenig, wenn der Anbieter im Streitfall nicht greifbar ist. Wer hier spielt, sollte zumindest die Geschäftsbedingungen des Lizenzlandes kennen und sich nicht auf das verlassen, was die Werbung verspricht.

Boomerang Bet

Boomerang Bet tritt mit Bonusaktionen und einem grossen Wettprogramm auf. Aus Schweizer Sicht zählt nur die Bewilligung, und die fehlt. Die Werbung in der Schweiz ist nach Art. BGS unzulässig, und die Gespa kann Domains sperren lassen. Wer hier spielt, ist auf den Schutz des Lizenzlandes angewiesen.

Urteil. Die «Boomerang»-Marke heisst nicht, dass das Geld zurückkommt, wenn etwas schiefgeht. Wer spielt, sollte die Verlustlimiten selbst setzen, die Spielsperre selbst verwalten und sich nicht auf die Aufsicht verlassen, die in der Schweiz fehlt.

1xBet

1xBet ist international aktiv und gehört zu den Marken, die immer wieder auf Sperrlisten auftauchen. In der Schweiz hat 1xBet keine Bewilligung, der Zugang zum Sperrregister fehlt, und im Streitfall ist das Schweizer Recht nicht anwendbar. Die Gespa kann die Domain jederzeit blockieren lassen.

Urteil. Wer bei 1xBet spielt, hat keinen Schweizer Anker. Das ist eine bewusste Entscheidung, keine Nebensache. Wer sie trifft, sollte die Limits und den Selbstausschluss selbst in die Hand nehmen, weil die Schweizer Infrastruktur hier nicht greift.

Donbet

Donbet tritt ähnlich wie andere Neueinsteiger auf, mit Bonusaktionen und breitem Programm. In der Schweiz fehlt die Bewilligung, die Gespa kann Domains blockieren, der Schutz im Streitfall liegt im Lizenzland. Das ist keine Empfehlung gegen Donbet, sondern eine Einordnung in das, was die Schweizer Rechtslage möglich macht.

Urteil. Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, sollte verstehen, dass die Schweizer Spielregelnkärke hier nicht greift. Wer dennoch spielt, übernimmt die Verantwortung für Selbstausschluss und Limits selbst.

N1 Bet

N1 Bet gehört zu den Marken, die in mehreren Märkten parallel werben. In der Schweiz fehlt die Bewilligung, der Schutz nach BGS greift nicht, und Domains können auf der Sperrliste landen. Die Auszahlung läuft über das Bankensystem des Lizenzlandes.

Urteil. Die Marke wirbt mit Tempo, das Schweizer Schutzregime verlangt Bewilligung. Beides ist nicht dasselbe. Wer hier spielt, sollte die fehlende Schweizer Aufsicht bewusst einkalkulieren.

Kosten und Steuern auf Gewinne

Gewinne aus Schweizer bewilligten Grossspielen sind einkommensteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Der Bund hat die Schwelle zum 1. Januar 2026 auf CHF 1’071’000 festgesetzt, 2025 lag sie bei CHF 1’070’400. Über dieser Schwelle behält die Veranstalterin 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Die kantonalen Schwellen unterscheiden sich, daher die Faustregel: je nach Kanton liegt die Grenze tiefer, und der Satz ist unterschiedlich. Wer regelmässig hohe Gewinne erzielt, fragt die Steuerverwaltung des Kantons.

Ein typischer Wettende liegt mit seinen Gewinnen weit unter jeder Schwelle. Für ihn fallen weder Einkommensteuer noch Verrechnungssteuer an. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer, aber die kantonale Praxis ist uneinheitlich: Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig vom Betrag als voll steuerbares Einkommen, andere Kantone gehen anders damit um. Eine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz existiert nicht; es gibt auch keinen bundesweiten Mechanismus, der Zahlungen an nicht bewilligte Anbieter blockiert.

Häufige Fragen

Was ist ein Buchmacher, und wie verdient er an jeder Wette?

Ein Buchmacher schätzt die Wahrscheinlichkeit von Ereignissen, korrigiert sie um eine Marge und veröffentlicht die daraus berechnete Quote. Die Marge ist in jeder einzelnen Quote eingerechnet und liegt beim ausgeglichenen Zwei-Wege-Markt typischerweise in einem Band von etwa 5 % bis 8 %. Wer wettet, zahlt diese Marge bei jedem Einsatz, und deshalb ist der Buchmacher über viele Wetten hinweg profitabel, auch wenn einzelne Wetten verlieren.

Wer sind die Buchmacher, die in der Schweiz Sportwetten anbieten dürfen?

In der Schweiz dürfen nur Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport Sportwetten veranstalten. Swisslos bedient die Deutschschweiz, Ticino und Liechtenstein, die Loterie Romande die Westschweiz. Andere Marken haben keine Schweizer Bewilligung und können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden, was den Zugriff aus der Schweiz per DNS blockiert.

Wie hoch ist der Mindesteinsatz bei Sporttip und bei Jouez Sport?

Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette und bei CHF 10’000 pro Systemwette. Bei Jouez Sport liegen die Mindesteinsätze ebenfalls im einstelligen Frankenbereich, die genauen Werte regelt die Loterie Romande in ihren Spielregeln. Wichtig ist, dass beide Anbieter Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern können, was eine Wette über der Limite nichtig macht.

Was bedeutet es, wenn ein Buchmacher keine Schweizer Bewilligung hat, und was steht auf der Sperrliste?

Eine fehlende Schweizer Bewilligung heisst: Die Marke hat in der Schweiz keine Wirkung, der Anbieter ist nicht an die Spielsperre angebunden, und im Streitfall gilt das Recht des Lizenzlandes, nicht das Schweizer Recht. Die Gespa führt eine Sperrliste mit Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren. Ende 2025 umfasste die Liste 671 Domains, und die Liste wird laufend aktualisiert, weil blockierte Domains oft unter neuem Namen wiederkehren.

Machen sich Spielende bei einem Buchmacher ohne Schweizer Bewilligung strafbar, und wie werden Gewinne besteuert?

Spielende machen sich nicht strafbar, das Strafrecht zielt auf die Anbieter. Wer bei einem Anbieter ohne Bewilligung spielt, riskiert aber, dass Gewinne in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und hat keinen Zugang zur Schweizer Spielsperre. Gewinne aus Schweizer bewilligten Grossspielen sind einkommensteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag, darüber fallen 35 % Verrechnungssteuer an. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer, die kantonale Besteuerung ist uneinheitlich und reicht bis zur vollen Steuerpflicht wie in Thurgau.

Inhalt erstellt vom Team «buchmachersch»